Category
Authors
Lead
Am 27. September entscheidet das Stimmvolk über verschiedene Vorlagen. Die Universität Bern hat ausgewertet, welche Initiativen in den Printmedien wie häufig beworben werden. Dabei werden grosse Unterschiede deutlich.
Content
Media
Image
Text

Seit 2013 untersucht das Année Politique Suisse des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Bern (APS) jeweils im Vorfeld von eidgenössischen Abstimmungen die Kampagnentätigkeit. Am 14. September publizierte das Institut einen Zwischenstand über die bevorstehenden Vorlagen des Abstimmungssonntags vom 27. September.

Dabei zeigt sich: Mit Abstand am häufigsten tauchten in den Printmedien die Inserate zur Jagdgesetz-Initiative auf:

Media
Image
Text

Dabei wird ersichtlich, dass bislang sowohl beim Jagdgesetz als auch bei der Begrenzungsinitiative deutlich mehr ablehnende als zustimmende Inserate geschaltet wurden. Auch beim Vaterschaftsurlaub überwiegt die Nein-Seite, wenn auch auf tieferem Niveau. Einzig bei der Kampfflugzeugbeschaffung wirbt die Pro-Seite stärker als die Gegnerinnen und Gegner.

In der Gesamtübersicht seit 2013 gliedern sich die aktuellen Initiativen im Mittelfeld ein:

Media
Image
Text

Mit insgesamt fast 650 Inseraten liegt das Jagdgesetz auf Rang sieben aller seit 2013 von APS analysierten Abstimmungsvorlagen. Zur Begrenzungsinitiative fanden sich 405 Inserate. Das sind aber markant weniger als bei früheren SVP-Initiativen, wie etwa der Masseneinwanderungsinitiative in 2014 (904 Inserate) oder der Selbstbestimmungsinitiative in 2018 (682 Inserate). 

 

Vaterschaftsurlaub und Kampfjets hinken hinterher

Für den Vaterschaftsurlaub (134 Inserate) und die Kampfjets (120 Inserate) fanden sich in etwa gleich viele, respektive gleich wenige Inserate. In 2014 waren im Vorfeld der Abstimmung über die Beschaffung des Gripen (297 Inserate) wesentlich mehr Inserate publiziert worden.

Beinahe keine Inserate fanden wir bisher zu den Kinderabzügen (9 Inserate). Dies scheint laut Studienautoren einem Muster zu folgen, wonach zu Steuerfragen im Familienbereich eher weniger inseriert wird. So fanden sich bereits für die beiden Familieninitiativen der SVP (2013; 21 Inserate), respektive der CVP (2015; 15 Inserate) nur sehr wenige Inserate.

 

Nur Printmedien

Wichtig: die APS-Inserateanalyse betrachtet lediglich das Werbeaufkommen in Printmedien. Ob Werbung zu diesen Abstimmungsvorlagen auch auf anderen Kanälen erfolgt, wird von dieser Analyse nicht berücksichtigt. Dass für (oder respektive gegen) die Jagdgesetz-Initiative generell viel geworben wird, zeigt aber beispielsweise auch die Auswertung des Werbedrucks von Media Focus im Monat August - dabei werden alle Kanäle berücksichtigt. Die Initiative war demnach im vergangenen Monat das vierthäufigste Werbeprodukt überhaupt - nach der BAG-Coronakampagne, Soda Stream und Wingo (Werbewoche.ch berichtete).

Date
Magazine
Topic
Main story
Aus
Top Artikel
Aus
Image